Neue Besuchsregelung - Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV)
 
In § 9 II Nr. 1 BayIfSMV wird die Möglichkeit geschaffen, dass ab dem 27. März 2021 jeder Bewohner einer Pflegeeinrichtung wieder mehr als einen Besucher pro Tag empfangen kann. Hintergrund ist, dass in den entsprechenden Einrichtungen in Bayern eine hohe Durchimpfungsrate besteht.
 
Daher kann ohne Vernachlässigung der gebotenen Vorsicht eine Erleichterung bei den Besuchsbeschränkungen, nicht aber eine umfassende Öffnung erfolgen.
Denn: Eine vollständige Impfung bietet in Abhängigkeit vom Impfstoff einen 70 bis 95-prozentigen Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung. Somit entsteht kein 100-prozentiger Schutz auch bei Impfung. Impfdurchbrüche sind möglich.
 
Vor diesem Hintergrund müssen deswegen insbesondere auch diejenigen Personen in den Einrichtungen geschützt werden, die nicht geimpft werden können.
Die Notwendigkeit eines aktuellen negativen Testnachweises und die übrigen Schutzvorschriften zugunsten der Bewohner bestehen aus diesem Grund fort.
 
Beide Testvarianten, PCR- sowie POC-/Antigen-Test, dürfen nun ab sofort nicht älter als 48 (!!) Stunden sein.
 
Neu geregelt ist, dass nunmehr für den Testnachweis auch Antigentests zur Eigenanwendung zugelassen sind, § 9 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe b (sog. „Selbsttest“).
 
Um bei Selbsttest hinsichtlich des Testergebnisses Transparenz und die Sicherheit in den Einrichtungen zu gewährleisten, ist das negative Ergebnis eines Tests zur Eigenanwendung allerdings nur dann einem schriftlichen oder elektronischen Negativ-Testat gleichzusetzen, wenn der Test durch die Besuchsperson in der Einrichtung unter Aufsicht vorgenommen worden ist. Anders kann nicht sichergestellt werden, dass das negative Testergebnis wirklich von der besuchenden Person stammt. Dieser Selbsttest verliert, nachdem der Besucher die Einrichtung verlassen hat, unmittelbar seine Gültigkeit. 
Zusammenfassend heißt das:
  • Die Anzahl der besuchenden Personen ist nicht mehr auf eine Person beschränkt.
  • Es muss nach wie vor eine vorherige Terminvereinbarung zur Koordination getroffen werden.
  • Es gilt weiterhin die Einhaltung aller Hygienevorschriften wie die Abstandsregeln, das Tragen einer FFP2-Maske, .. etc.
  • Die besuchende Person muss ein negatives Testergebnis vorweisen, das den o.g. Bestimmungen entspricht.
  • Sowohl der PCR- als auch der POC-Test dürfen ab sofort nicht älter als 48 Stunden sein. Dies betrifft nicht den Selbsttest zur Eigenanwendung, der sofort nach dem Verlassen der Einrichtung seine Gültigkeit verliert.

 

Dr. Markus Brückel
 

 

 

Nachtrag vom 29.03.2021:

 

Weitere Hinweise des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege:

Durch die Änderung der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung entfällt zwar die Beschränkung auf höchstens einen Besucher pro Bewohner pro Tag.

Hiervon aber unberührt bleiben weitergehende Anordnungen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde; bspw. durch das Landratsamt Schweinfurt.

Auch im einrichtungsindividuellen Schutz- und Hygienekonzept sollte zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen und den gerade in Pflegeheimen notwendigen Maßnahmen des Infektionsschutzes eine fachliche und ethische Güter- und Interessenabwägung (Risikobewertung) in Bezug auf die Ermöglichung von Besuchen getroffen werden - insbesondere unter Berücksichtigung des durch SARS-CoV-2 ausgelösten lokalen Infektionsgeschehens.

Damit ist auch weiterhin eine Beschränkung auf höchstens einen Besucher pro Bewohner/Tag auf Basis dieser Risikobewertung durch dem Pflegeheim möglich.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

seit diesem Wochenende sind die sogenannten Antigen-Schnelltests (PoC) für jeden als Selbsttests zur Eigenanwendung im Supermarkt erhältlich. 

Aufgrund dessen erreichte uns heute eine Nachricht vom Bayerischen Staatsministerium für Pflege und Gesundheit, in dem uns die vorgeschriebene Herangehensweise mit dem Umgang dieser selbst durchgeführten Antigen-Schnelltests geschildert wurde.

 

Nach § 9 Abs. 2 Nr. 1 der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (11. BayIfSMV) in gegenwärtiger Fassung darf jeder Bewohner von täglich höchstens einer Person besucht werden, die über ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 verfügt und dieses auf Verlangen nachweisen muss. An dieser Regelung wird sich nach Stand der Dinge auch durch die ab Montag, 08.03.2021 geltenden 12. BayIfSMV nichts ändern.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat zum Stand 05.03.2021 für sieben Antigen-Tests zur Eigenanwendung durch Laien eine Sonderzulassung nach § 11 Abs. 1 Medizinproduktegesetz erteilt ( https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html ).
Die Anzahl der Sonderzulassungen dürfte sich aufgrund weiterer beim BfArM vorliegender Anträge weiter erhöhen.

Bei diesen Tests handelt es sich um PoC-Antigen-Tests, im Gegensatz zur etablierten Fremdanwendung explizit um solche zur Eigenanwendung im Wege der Selbsttestung. Dem Vernehmen nach sollen derartige Tests bereits in Kürze in Verbrauchermärkten frei verkäuflich sein. Aus diesem Grund ist es denkbar, dass Besuchspersonen mit dem Ergebnis eines Tests zur Eigenanwendung Zutritt in vollstationäre Einrichtungen der Pflege und für Menschen mit Behinderung begehren.

Da sich hierbei die Frage einer Nachweisführung eines negativen Testergebnisses stellt, die nach der 11. BayIfSMV in schriftlicher oder elektronischer Form erfolgen muss, gilt folgende Verfahrensweise:

Personen, die zum Zwecke des Besuchs einer Bewohnerin bzw. eines Bewohners in einer vollstationären Einrichtung der Pflege und für Menschen mit Behinderung Zutritt in die Einrichtung erhalten wollen, sind dann abzuweisen, wenn sie mit einem bereits feststehenden Ergebnis eines Tests zur Eigenanwendung vorstellig werden. Hierbei ist nicht nachweisbar, ob das Probenmaterial von der Besuchsperson selbst stammt.

Soweit eine Besuchsperson aber einen originalverpackten selbst erworbenen Antigen-Test, der eine Sonderzulassung des BfArM besitzt, zum Zwecke des Zutritts in eine Einrichtung mit sich führt und diesen vor Ort in der Einrichtung an sich selbst vornimmt, kann durch die Einrichtung bei negativem Testergebnis ein Zutritt gestattet werden, wenn die Testabnahme unter Beobachtung durch das Einrichtungspersonal vorgenommen wird, so dass sich das Einrichtungspersonal vom Testergebnis überzeugen kann (4-Augen-Prinzip). Ein auf diese Weise erlangtes negatives Testergebnis steht einem schriftlichen oder elektronischen negativen Testergebnis i. S. d. § 9 Abs. 2 Nr. 1 der 11. BayIfSMV gleich.


Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Meier

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Referat 43 - Qualitätsentwicklung und -sicherung, Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen

Heute hatten wir endlich unseren zweiten Impftag.

 

Während wir auf die Ankunft des Impfteams warteten, lief unser Tag genau wie beim letzten Mal ab: Die Mitarbeiter, die von zu Hause aus anreisten, wurden per Corona-Schnelltest getestet, um eine potenzielle Krankheis auszuschließen. Unsere diensthabenden Mitarbeiter bereits wie gewohnt vor Dienstantritt, gefolgt von unseren Bewohnern. 

 

Um 11:30 Uhr war es dann so weit: Das Impfteam traf ein!

 

Wie beim letzten Mal wurden alle in den vorher vorbereiteten Räumen geimpft und anschließend zur halbstündigen Kontrollzeit - natürlich mit Abstand - versammelt, um auf potenzielle Nebenwirkungen beobachtet zu werden.

 

Nachdem alle die Impfung sehr gut vertragen haben, konnten wir dieses Mal noch zügiger als beim ersten Termin, nämlich nach nur 1,5 Stunden, das Impfteam verabschieden.

 

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Auch wenn der Vollschutz erst nach frühestens 7 Tagen erreicht ist, sind wir sehr froh, dass alles so gut funktionierte und unsere Bewohner sowie Mitarbeiter geimpft werden konnten.

 

Vielen Dank noch einmal an alle, die uns in der Vor- und Nachbereitung beider Termine unterstützt haben!

 

Nach einigen Höhen und Tiefen in den letzten Wochen war es nun heute endlich so weit: Wir hatten unsere erste Impfung!

 

Während wir auf die Ankunft des Impfteams warteten, wurden unsere Mitarbeiter, die von zu Hause aus für die Impfung anreisten, einem Corona-Schnelltest unterzogen, um eine potenzielle Erkrankung auszuschließen. Unsere diensthabenden Mitarbeiter wurden wie gewohnt alle vor Dienstbeginn durchgetestet, unsere Bewohner gleich im Anschluss.

 

Dann war es endlich so weit: Das Impfteam traf ein! Durch unsere Vorbereitungen am Vortag in Form von Einholen von Einwilligungsformularen oder das Bereistellen von Räumen für die Impfungen konnten wir bereits nach nur 15 Minuten mit der ersten Impfung starten.

 

Als erstes wurden unsere Bewohner geimpft, danach waren unsere Mitarbeiter an der Reihe. Auf die Impfung folgte dann eine halbstündige Kontrollzeit, in der wir die Bewohner sowie Mitarbeiter auf potenzielle Nebenwirkungen überwachten.

 

Nach nur 2 Stunden konnte das Impfteam bereits seine Geräte einpacken und wir sie verabschieden. In 3 Wochen sehen wir uns dann für den zweiten Termin wieder.

 

Nun können wir auch sagen: Wir sind endlich geimpft!

 

2021 01 26 SFH Impftag1

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir hatten gehofft, Ihnen Folgendes nie mitteilen zu müssen: Corona hat seinen Weg zu uns gefunden.

 

Nach einer Rückverlegung eines Bewohners aus dem Krankenhaus wurde weder uns noch dem zuständigen Gesundheitsamt mitgeteilt, dass dieser gemeinsam mit einer Person in einem Zimmer lag, die mit Corona infiziert war. Aus dem Krankenhaus wurde er mit einem negativen PCR-Testergebnis entlassen.

Folglich hielten wir uns an unser Schutz- und Hygienekonzept "Rückkehr eines Bewohners aus dem Krankenhaus", das insbesondere einen umgehenden Schnelltest (negatives Ergebnis), das Tragen von FFP2-Maske (was mittlerweile Standard bei uns ist) und Schutzhandschuhen sowie erhöhte Hygienemaßnahmen umfasst. Für den Fall der "Kontaktperson Kategorie 1" hätten wir ein anderes Schutz- und Hygienekonzept verfolgt, das noch umfangreichere Maßnahmen in Form einer vollständigen Anwendung unserer protektiven Pflege- und Betreuungsmaßnahmen beinhaltet. Darunter fallen zusätzlich zu den o.g. Maßnahmen auch die Isolation des Bewohners im Einzelzimmer und ausschließlich Vollschutz (Schutzbrille, Schutzvisier, Schutzmantel, ..) in der Pflege und Betreuung.

 

Leider haben unsere Maßnahmen aufgrund der uns nicht mitgeteilten Situation nicht ausgereicht und eins führte zum anderen: Eine Mitarbeiterin, die besagten Bewohner pflegte, steckte sich trotz Schutzmaßnahmen an und trug das Virus dann an andere Bewohner, die sie pflegte, weiter. Diese Bewohner aßen mit anderen zu Mittag oder befanden sich auf dem gleichen Zimmer und steckten sich wiederum an. Währenddessen wurde auch der Bewohner, der aus dem Krankenhaus kam, aufgrund eines schlechten Allgemeinzustands wieder ins Krankenhaus zurückverlegt und anschließend per PCR-Test positiv getestet.

 

Daraufhin haben wir sofort damit begonnen, alle unsere Bewohner und Mitarbeiter täglich per Schnelltest zu testen. Wir mussten leider feststellen, dass mehrere Bewohner und Mitarbeiter positiv sind. Die meisten sind glücklicherweise momentan symptomfrei oder haben nur leichte Symptome.

 

Am Montag, den 28.12.2020, wurde dann ein PCR-Test bei einer Reihentestung durchgeführt. Diese Reihentestung bestätigt die Ergebnisse unserer Schnelltests.

 

Verärgert und entsetzt trifft hier nicht ansatzweise unsere Stimmung. Auch wenn wir verstehen, dass vor allem zum Jahresende allen Beteiligten noch einmal alles abverlangt wird, kann und darf es nicht passieren, dass wir eine derartige relevante Information (Bewohner aus dem Krankenhaus ist Kontaktperson Kategorie 1) nicht erhalten haben.

Neben der Infektion sind auch alle anderen Bewohner und Mitarbeiter die Leidtragenden, da sie zusätzlich zu all den verschärften Auflagen und dem Stress nun auch für die eigentlich am 28.12.2020 vorgesehene Impfung vom Impfzentrum gestrichen werden mussten.

 

Wir hoffen bei unseren Bewohnern und Mitarbeitern auf eine schnelle Genesung und bedanken uns an dieser Stelle vor allem bei den Pflegekräften, die trotz des immer gegebenen Ansteckungsrisikos ihren Pflichten weit über das erwartbare Maß nachgehen und unter erhöhten Schutzmaßnahmen zum Dienst antreten.

Ebenfalls möchten wir den Angehörigen und Betreuern für Ihr Verständnis danken, dass aus den genannten Gründen keine Besuche in unserer Einrichtung stattfinden können.

 

Dr. Markus Brückel 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind heute, Donnerstag 17.12.2020, dazu aufgefordert worden, die für die Impfung notwendigen Unterlagen mit Unterschriften einzuholen.

 

Mit dem heutigen Tag, 24.12.2020, hat uns das Gesundheitsministerium neue Formulare zukommen lassen, die die alten ersetzen.  Eine Impfung ist ohne die ausgefüllten neuen Formulare NICHT möglich.

 

Die Impfung wird in Kürze anstehen, ohne Vorlage der ausgefüllten Unterlagen kann diese aber nicht stattfinden.

Bitte senden Sie uns umgehend folgende Formulare unterschrieben zu, dies geht sowohl postalisch als auch über Briefkasteneinwurf:

 

Aufklärungsmerkblatt: Informationen und Aufklärung zur Impfung, bitte füllen Sie es aus und unterschreiben Sie auf Seite 2.
Anamnese + Einwilligung: Die Anamnese wird direkt vor der Impfung mit dem aktuellen Gesundheitszustand von uns ausgefüllt, bitte füllen Sie die Einwilligung nur mit dem Namen der zu impfenden Person und Ihrem Namen (Seite 1) und mit Ihrer Unterschrift (Seite 2) aus und unterschreiben Sie.

 

Das vorher veröffentlichte Formular zur Impfeinwilligung ist nach wie vor gültig. Hierfür müssen keine neuen Formulare ausgefüllt werden.

 

Eine Aufklärung über die Impfung können und dürfen wir nicht selbstständig vornehmen, bestehen noch Fragen nach Lesen des Aufklärungsmerkblatts wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens.

 

Dr. Markus Brückel